Am vergangen Spieltag ging es für die Wetterau Bulls zu ihrem letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde zu den Hanau Ravens. Gegen das Spitzenteam aus Hanau, die bereits das Hinspiel äußerst knapp gewannen, verlor die Mannschaft aus der Wetterau das Rückspiel mit 10:20 (7:6/0:6/3:0/0:8).

Das erste Viertel startete für die Mannschaft aus der Wetterau nach dem Kickoffreturn an der 32 Yard Linie. Dass dies aber nicht der Tag der Bulls Offense werden sollte zeigten sich im darauffolgenden Drive. Nach nur drei Spielzügen interceptete das Heimteam den Ball von Bulls Quarterback Florian Bode und erlangte in einer guten Ausgangsposition den Ball zurück. Der Defense der Bulls gelang es mit ihrer Goalline-Formation einen Touchdown der Hanauer an der eigenen 2-Yard Line zu verhindern. Was der Offense der Hanauer nicht gelang, machte die Defense der Hanauer umso besser. Einen Spielzug später sicherte diese einen Ball der Wetterauer Offense in der Endzone der Bulls und erzielte mit diesem „Pick-Six“ die 6:0 Führung. Der Extrapunkt misslang dann guter Arbeit des Bulls Special Teams.  Dass kurz vor der Viertelpause Safety Daniel Wönicker aus Ober-Widdersheim, den Spielstand mit einem „Pick-Six“, den er über 70 Yards zurücktrug, egalisieren konnte, zeigte das Abbild des Spiels. Die Defensereihen beider Mannschaften wussten zu überzeugen. Mit dem Zusatzpunkt durch das Fieldgoalteam um Kicker Lukas Klimek gelang zwar die 7:6 Führung auf fremden Platze; die nun glückliche Führung verhalf den Bulls widererwarten nicht dazu Sicherheit in ihr Offensespiel zu bekommen. Der Offense gelang in der ersten Halbzeit kein einziges First-Down (Erfolgreicher Versuch 10 Yards zu überbrücken). Zwar konnte die Defense der Bulls einen Punktgewinn der Hanauer verhindern, die Offense der Bulls, war an diesem Tag allerdings in Geberlaune. Eine Interception der Hanauer sorgte für die 12:7 Führung für das Heimteam und die kalte Dusche kurz vor der Halbzeit. Als ob dies nicht genug gewesen wäre, dezimierten sich die Bulls durch ein persönliches Foul eines Offensespielers selbst und mussten geschwächt in Halbzeitpause gehen.

Nach der Halbzeitansprache ging es für die Bulls darum, den Spielstand zu ihren Gunsten zu drehen und zurück zu ihrem so erfolgreichen Spiel der letzten vier Spiele zu gelangen. Die ersten Spielzüge liefen so wie erhofft. Tyrone Marinkovic, Linebacker aus Florstadt, der bis vor kurzem noch in der U19 der Bulls sein Können zeigte, sicherte einen Fumble und trug diesen an die 20 Yards Linie der Hanauer. Mit der Offense arbeiteten sich die Bulls in eine aussichtsreiche Fieldgoaldposition. Lukas Klimek erzielte von der 15 Yard-Line den 12:10 Anschluss. Im folgenden Drive der Hanauer, der bis an die 20 Yard Linie ging, zeigte sich die gute Arbeit des Fieldblockteams. Das anvisierte Fieldgoal der Ravens misslang, sodass es mit einem Zwei-Punkte Rückstand in das letzte Viertel ging.

Dieses eröffnete die Offense der Wetterauer am heutigen Tage, sowie auch bereits das Spiel begonnen hatte. Ein Play der Bullsoffense misslang und die Hanauer Defense sicherte den Fumble und so das Angriffsrecht. Nachdem das dritte Viertel Verbesserung versprach ging es im vierten Viertel abermals in Richtung Bullsendzone. Nun schlichen sich auch in der Defense Konzentrationsschwächen ein. Zahlreiche Strafen verschafften der Hanauer Offense eine gute Feldposition. Aus dieser gelang den Hanauern ihr erster Offensetouchdown des Spiels und die 18:10 Führung. Der Zusatzversuch, der zwei Punkte brachte, war auch erfolgreich und erhöhte den Spielstand auf 20:10. Mit diesem Punktestand endete wenige Minuten später das Spiel.

Kevin Richter, Headcoach der Wölfersheimer, zeigte sich enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir konnten heute überhaupt nicht das auf den Platz bringen, was uns in den letzten vier siegreichen Spielen ausgezeichnet hat. Meine Mannschaft hat heute unkonzentriert gespielt und der letzte Wille hat gefehlt. Das wurde von unserem Gegner knallhart bestraft. Die Ravens haben aus ihren Möglichkeiten das Maximale herausgeholt und uns verdient geschlagen. Um die nächsten zwei Spiele zu gewinnen, werden wir als Team noch einmal hart arbeiten müssen.“

Am kommenden Sonntag, den 08.07 geht es für die Wetterau Bulls ab 14 Uhr auf dem Sportplatz in Wölfersheim Södel, gegen die Mannschaft der Legionäre Eschwege um die nächsten Punkte in der Verbandsliga Hessen. Eine Woche später am 15.07 sind die Bürstadt Redskins zum Hauptrundenfinale zu Gast.

 

 

Wetterau Bulls Cheerleader
Trotz lautstarker Unterstützung durch die mitgereisten Wetterau Bulls Cheerleader war in Hanau für die Bullen nichts zu holen. Foto: Daniel Schmidt

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