Zwei Siege am dritten Spieltag – SG Wetterau Bulls / Fulda Saints zeigt starke Defense
Als Spitzenreiter reiste die U16 der SG Wetterau Bulls / Fulda Saints zum dritten Spieltag der Landesliga nach Pirmasens. Mit der SG Darmstadt / Mainz und der SG Bad Kreuznach / Trier Stampers warteten zwei unterschiedliche, aber anspruchsvolle Gegner.
Am Ende konnte die SG beide Spiele für sich entscheiden. Gegen Darmstadt/Mainz entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, das die Bulls/Saints mit 14:8 gewannen. Im zweiten Spiel folgte dann ein wahres Offensivfeuerwerk: Gegen Bad Kreuznach/Trier stand am Ende ein deutliches 62:6 auf der Anzeigetafel.
Damit bleibt die SG Wetterau Bulls / Fulda Saints an der Tabellenspitze und geht mit einer hervorragenden Ausgangslage in den letzten Spieltag.
SG Wetterau Bulls / Fulda Saints – SG Darmstadt / Mainz 14:8
Die Bulls/Saints starteten mit der Offense in die Partie – und bereits das dritte Play sorgte für ein erstes Ausrufezeichen.
Runningback Moritz Fricke fand eine Lücke und lief über rund 70 Yards bis an die 10-Yard-Linie der Darmstädter. Dort wurde er gestoppt. Die Vorlage verwandelte anschließend Theo Wirtz: Quarterback Damon Richter fand seinen Receiver in der Endzone und sorgte für die ersten sechs Punkte des Tages.
Die anschließende Two-Point-Conversion gelang ebenfalls. Moritz Fricke lief den Ball in die Endzone und stellte auf 8:0.
Auch die Defense der SG war von Beginn an hellwach. Ein kurzer Run der SG Darmstadt/Mainz wurde von Max Gonther gestoppt. Der Cornerback zeigte über die gesamte Partie zahlreiche starke Open-Field- und Solo-Tackles und gehörte damit zu den tragenden Säulen der Defense.
Im folgenden Drive sorgte Lukas Pilz mit einem Quarterback Sack für das erste Highlight im gegnerischen Backfield.
Die D-Line der Bulls/Saints setzte den Gegner weiter massiv unter Druck. Lukas Ernst zwang den Darmstädter Quarterback zu einem hastigen Pass und unterband anschließend auch den Versuch beim vierten Down. Turnover on Downs – und das kurz vor der Darmstädter Endzone.
Die Offense konnte die gute Feldposition nutzen. Moritz Fricke erhöhte auf 14:0, die anschließende Two-Point-Conversion blieb allerdings erfolglos.
Darmstadt/Mainz kam nun besser ins Spiel. Doch erneut war die Defense der SG zur Stelle. Lukas Ernst erzwang einen Fumble an der 30-Yard-Linie des Gegners und sicherte den Ball anschließend selbst. Die Offense konnte aus der hervorragenden Ausgangsposition allerdings keine weiteren Punkte erzielen.
So entwickelte sich ein zunehmend zerfahrenes Spiel, in dem die Bulls/Saints ihre Führung verteidigten. Mit 14:0 ging es in die Halbzeit.
Auch nach der Pause setzte die Defense direkt ein Ausrufezeichen. Ein schlecht ausgeführter Snap konnte von Joel Bohl gesichert werden. Die SG erhielt den Ball an der Darmstädter 10-Yard-Linie, doch erneut blieb die Offense ohne Punkte. Ein Turnover on Downs war die Folge.
Wieder musste die Defense einspringen. Linebacker Joshua Peugh gelang ein Quarterback Sack tief im Backfield.
Darmstadt/Mainz gab sich jedoch nicht geschlagen und kam offensiv nun erstmals richtig zum Zug. Die ersten Punkte brachten die Gastgeber auf 6:14 heran. Ein anschließender Safety verkürzte sogar auf 8:14.
Plötzlich war die Partie wieder spannend.
Doch die Defense der Bulls/Saints hielt stand. Ein weiterer Quarterback Sack durch Lukas Ernst brachte die Offense um Damon Richter noch einmal aufs Feld. Die SG Wetterau Bulls / Fulda Saints spielte die verbleibende Zeit konzentriert herunter und brachte den knappen, aber verdienten 14:8-Sieg ins Ziel.
Scores: Theo Wirtz (6), Moritz Fricke (8)
SG Wetterau Bulls / Fulda Saints – SG Bad Kreuznach / Trier 62:6
Nach einer kurzen Pause wartete mit der SG Bad Kreuznach / Trier Stampers der zweite Gegner des Tages.
Im Hinspiel hatte die Partie noch denkbar knapp mit 8:6 geendet. Davon war in Pirmasens allerdings nicht viel zu sehen.
Die Bulls/Saints machten von Beginn an deutlich, dass sie dieses Mal keine Zweifel aufkommen lassen wollten.
Bereits der erste Drive begann mit einem 15-Yard-Run von Moritz Fricke. Kurz darauf fand Damon Richter nach einem zunächst missglückten Play Moritz Scheidler. Der Receiver trug den Ball, hervorragend vorgeblockt von Theo Wirtz, in die Endzone und stellte auf 6:0.
Wirtz fing anschließend auch die Two-Point-Conversion zum 8:0.
Die Defense der SG dominierte das Spiel von Beginn an. Die Offense der SG Bad Kreuznach/Trier fand kaum Möglichkeiten, Raumgewinn zu erzielen. Am Ende standen für den Gegner sogar minus 70 Yards Gesamt-Raumverlust zu Buche.
Bezeichnend für die Dominanz der Defense war der nächste Score: Lukas Ernst sorgte mit einem Safety für das 10:0.
Anschließend legte die Offense nach. Damon Richter bediente Theo Wirtz mit einem Pass über rund 20 Yards. Wirtz ließ anschließend seine Geschwindigkeit spielen und trug den Ball über rund 40 Yards bis in die Endzone. Moritz Fricke erhöhte anschließend auf 18:0.
Doch auch die Defense sollte weiter für Punkte sorgen.
Nach einem starken Tackle von Max Gonther geriet der Ballträger der SG Bad Kreuznach/Trier in der eigenen Endzone ins Straucheln. Hannes Engel war zur Stelle und sorgte für den nächsten Safety – 20:0.
Kurzzeitig kam Bad Kreuznach/Trier anschließend doch aufs Scoreboard. Eine Unaufmerksamkeit der Bulls/Saints-Offense nutzten die Gäste mit einem Pick Six zum 20:6.
Die Antwort folgte prompt.
Moritz Fricke sorgte für das nächste Highlight. Damon Richter fand den Runningback in einer schwierigen Situation, Fricke konnte sich spektakulär aus der Situation befreien und noch wichtigen Raumgewinn erzielen. Das anschließende Play brachte die nächsten Punkte zum 26:6.
Dann schlug die Offense erneut zu. Damon Richter fand Noah Pepper, der den Ball über rund 40 Yards zum Touchdown trug. Die Zusatzpunkte erzielte Lukas Ernst, der inzwischen als Runningback eingesetzt wurde.
Die Defense sorgte anschließend für ein Three-and-Out. Nach einem Tackle for Loss von Konstantin Stricker musste Bad Kreuznach/Trier punten.
Die Bulls/Saints rotierten nun verstärkt durch. Julius Mahr nutzte seine Chance und erzielte nach einem 30-Yard-Pass von Damon Richter seine ersten Punkte zum 34:6. Die Two-Point-Conversion misslang.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gehörte das letzte Highlight erneut Lukas Ernst. Der eigentlich als Lineman eingesetzte Spieler fing als Runningback einen Pass und trug den Ball in die Endzone.
Mit 40:6 ging es in die Halbzeit.
Defense bleibt dominant – 62:6 am Ende
Auch in der zweiten Halbzeit ließ die Defense nicht nach.
Joshua Peugh schlug dem Runningback der Gäste den Ball aus der Hand. Aseel Jad sicherte den Fumble an der 10-Yard-Linie.
Nun kam Max Gonther als Runningback zum Einsatz und erzielte mit seinem Lauf die nächsten Punkte. Gemeinsam mit der erfolgreichen Two-Point-Conversion stand es anschließend 48:6.
Kurz darauf war erneut die Defense zur Stelle. Konstantin Stricker gelang ein Quarterback Sack und brachte die Offense wieder auf das Feld.
Die nächste Überraschung folgte direkt: Finn Peinelt stand erst zum dritten Mal überhaupt auf dem Footballfeld und erzielte nach einem 25-Yard-Pass direkt seinen ersten Touchdown. Damit stand es 54:6.
Auch Janis Arnoldi durfte anschließend seine ersten Karrierepunkte feiern und erhöhte auf 56:6.
Für die Gäste wurde es weiter schwierig. Ein Fumble landete schließlich in der eigenen Endzone, wo Joel Bohl den Ball sichern konnte und damit einen weiteren Defense Touchdown erzielte.
Am Ende stand ein beeindruckendes 62:6 auf der Anzeigetafel.
Scores: Lukas Ernst (10), Theo Wirtz (8), Max Gonther (8), Moritz Scheidler (6), Noah Pepper (6), Julius Mahr (6), Finn Peinelt (6), Joel Bohl (6), Moritz Fricke (2), Hannes Engel (2), Janis Arnoldi (2).
Zwei Siege und ein klares Zeichen
Mit zwei Siegen am dritten Spieltag bleibt die SG Wetterau Bulls / Fulda Saints Tabellenführer der U16 Landesliga.
Vor allem die Defense zeigte in Pirmasens eine herausragende Leistung. Während das erste Spiel gegen Darmstadt/Mainz noch von Unkonzentriertheiten und einem zwischenzeitlichen Leistungsabfall geprägt war, zeigte die Mannschaft im zweiten Spiel, welches Potenzial in ihr steckt, wenn sie über die gesamte Spielzeit konzentriert auftritt.
Head Coach Dominik Bante zeigte sich entsprechend zufrieden:
„Wir sind sehr zufrieden mit den zwei Siegen. Das Team hat heute überzeugt und man sieht große Fortschritte bei jedem Einzelnen. Das erste Spiel war noch sehr unkonzentriert und fahrig. Nach einem starken Start haben wir unnötigerweise nachgelassen. Spiel zwei zeigte aber, was machbar ist, wenn alle konzentriert bei der Sache sind. Wir freuen uns auf den letzten Spieltag in Darmstadt und wollen dort den Meistertitel perfekt machen.“
Damit ist das Ziel klar: Am letzten Spieltag in Darmstadt soll die Meisterschaft perfekt gemacht werden.