Am vergangen Sonntag gewann das Team der Wetterau Bulls ihr vorletztes Heimspiel der Hauptrunde gegen die Legionäre Eschwege klar und deutlich mit 54:0 (21:0/20:0/10:0/3:0). Mit diesem Erfolg konnte der Einzug ins Finale um den Aufstieg in die Landesliga Hessen perfekt gemacht werden. Dank einer starken Leistung in der ersten Halbzeit mit 41 erzielten Punkten, war der Sieg gegen die Nordhessen nie gefährdet.

Der Auftakt des Spiels ging an die Hausherren. Nachdem das Kickoffreturnteam der Bulls den Ball an die eigene 35 Yards Linie returnte, handelte man sich durch eine Delay of Game Strafe im ersten Spielzug direkt das Kuriosum des Spiels ein. Die fünf Yards Strafe zu Beginn sollte für die Offensepower der Wetterauer kein Abbruch sein. Nach einigen erfolgreichen Drives der Bulls fand Quarterback Florian Bode mit einem Pass seinen Tight End Johannes Eble.  Mit seinem ersten Touchdown im Bullstrikot stand es nach wenigen Minuten 6:0. Der Extrapunkt durch Lukas Klimek erhöhte den Spielstand auf 7:0. Dass ein Team nur mit einer guten Teamleistung in allen Mannschaftsteilen erfolgreich Spiele gestalten kann, zeigte sich im folgenden Drive der Gäste aus Eschwege. Mikel Riggins, Defenseliner der Bulls aus Friedberg, vollendete die Vorarbeit seiner Friedberger Mitspieler an der Defense Line und sicherte einen herausgeschlagenen Ball und eroberte damit den Ballbesitz in einer aussichtreichen Position zurück. Quarterback Florian Bode fand im folgenden Drive seinen Receiver Lukas Klimek, der wiederum per Extrapunkt auf 14:0 erhöhte. Nun ging es im Spiel schlag auf Schlag. Der Ober-Widdersheimer Daniel Wönicker, Safety der Bulls, schlug wie in den vergangenen Spielen auch gegen die Legionäre zu und erzielte mit einem „Pick-Six“ die nächsten Punkte für die Wetterau Bulls. Den Extrapunkt verwandelte Lukas Klimek gewohnt sicher zum 21:0. Mit diesem Spielstand ging es in das zweite Viertel. Auch dieses gehörte den Bulls. Vom Gast aus Eschwege kamen zwar vereinzelnd Nadelstiche über ihren stark aufspielenden Runningback, Punkte resultierten draus allerdings nicht. Stattdessen ging es immer weiter in Richtung der Eschweger Endzone. Marvin Junker, gerade aus der U19 der Bulls hochgerückt, fing im ersten Spiel als Receiver einen Ball seines Quarterbacks und sorgte für das 27:0. Dank des Fieldgoalteams sollte auch der Extrapunkt durch Lukas Klimek gelingen. Für die Bulls ging es nun darum weiter an ihren Run- und Passkombinationen zu arbeiten. Dank eines gut aufgelegten Quarterbacks Florian Bode, der am Ende des Spiels bei überragenden sechs Touchdownpässen bei Null Interceptions stehen sollte, folgten die nächsten Punkte auf dem Scoreboard. Stark vorbereitet durch die Runningbacks Sören Grieger, Cenk Yildiz, Tim Baudach und Loi Nguyen bereitete Letzterer mit einem 33-Yards Run den Passingtouchdown von Receiver Lukas Klimek vor. Der Extrapunkt misslang, sodass es beim 34:0 Zwischenstand blieb. Der letzte Spielzug vor der Halbzeit gehörte dann dem überragenden Mann des Hinspiels (fünf Touchdowns) Cenk Yildiz. Einen Pass von Quarterback Bode, trug dieser die verbleibenden Meter bis in die Endzone der Eschweger zum 40:0. Mit dem erfolgreichen Extrapunkt durch Lukas Klimek ging es mit einem 41:0 in die Halbzeitpause.

Nach der Halbzeit ließen es die Bulls etwas entspannter angehen und überließen den Eschwegern noch einmal das Spiel, ohne dabei die Zügel aus der Hand zu geben. Mit dem ersten geblockten Fieldgoal des Wetterauer Fieldgoalblockteams in diesem Spiel, gelang der Ball zurück an Quarterback Florian Bode, der mit einem Pass abermals Lukas Klimek fand. Das überragende Duo schraubte den Spielstand auf 49:0 hoch. Auch die letzten beiden Schlusspunkte setzte Lukas Klimek mit seinem Fieldgoalteam und den Punkten zum 51:0 und 54:0. Beiden Fieldgoals waren Interceptions der Bullsdefense vorausgegangen. Safety Kilian Lipp aus Nidda und Linebacker Jakob Daniel Hennigs aus Reichelsheim brachten die Wetterauer dabei jeweils in eine gute Feldposition, aus der Klimek die Fieldgoals sicher verwandeln konnte. Die letzten zwei Spielminuten ließen die Bulls verstreichen, sodass der 54:0 Endstand feststand.

Headcoach Kevin Richter äußerte sich zufrieden zum 54:0 Sieg seiner Mannschaft: „Meine Mannschaft hat heute eine Trotzreaktion auf die Niederlage gegen Hanau gezeigt. In allen Mannschaftsteilen konnten wir heute überzeugen. Zwar gab es einige Ungenauigkeiten in unserem Spiel, diese gilt es jetzt zu analysieren und kommenden Sonntag gegen Bürstadt abzustellen, um so mit einem positiven Abschluss in das Aufstiegsfinale zu gehen.“

 

Wetterau Bulls Cheerleader
#42 Sören Grieger tankt sich durch bis zur Endzone. Foto: Daniel Schmidt