Dramatisches Finale in Darmstadt: Wetterau Bulls und Fulda Saints feiern Meistertitel
Sieben Siege, nur eine Niederlage und am Ende der verdiente Meistertitel: Die U16-Spielgemeinschaft aus Wetterau Bulls und Fulda Saints hat am finalen Spieltag der Jugendlandesliga in Darmstadt eine starke Saison gekrönt. Nach einem packenden 25:22-Erfolg gegen die Rüsselsheim Crusaders und einer abschließenden 0:16-Niederlage gegen die Gastgeber Darmstadt Diamonds durfte die SG am Ende die Meisterschaft feiern.
Traumstart gegen Rüsselsheim
Der letzte Spieltag begann für die Spielgemeinschaft gegen die U16 der Rüsselsheim Crusaders. Krankheitsbedingte Ausfälle zwangen das Trainerteam dazu, die Offensive Line neu zu formieren. Mit Zita Ohnesorge rückte zudem ein neues Gesicht in die Mannschaft.
Zu Beginn machten sich die Umstellungen bemerkbar. Strafen sorgten zunächst für Raumverluste. Doch Quarterback Damon Richter fand schnell seinen Rhythmus. Im ersten Drive gelang ihm ein Pass auf Receiver Theo Wirtz, der zunächst rund 15 Yards Raumgewinn erzielte und anschließend den Ball über mehr als 50 Yards bis in die Endzone trug. Touchdown im ersten Drive – 6:0 für die SG.
Auch der Zusatzversuch war erfolgreich: Moritz Fricke lief in die Endzone und erhöhte auf 8:0.
Die Crusaders antworteten jedoch prompt. Mit einem spektakulären Lauf über knapp 80 Yards entkam der Rüsselsheimer Ballträger mehreren Tackles und brachte sein Team zum Touchdown. Der Zusatzpunkt wurde von Lukas Ernst in der Defense verhindert – 8:6.
Nach einem Kickoff in ungünstiger Feldposition musste die SG anschließend kämpfen. Richter und Receiver Moritz Scheidler verbesserten die Feldposition zunächst mit guten Aktionen. Dann folgte jedoch der erste Rückschlag: Ein zu tief geworfener Pass wurde vom Rüsselsheimer Quarterback, der in diesem Spiel auch als Safety eingesetzt wurde, abgefangen und zum Pick Six zurück in die Endzone getragen. Einschließlich Zusatzpunkt führte Rüsselsheim plötzlich mit 14:8.
Die SG ließ sich davon nicht beeindrucken. Richter fand erneut den tief stehenden Theo Wirtz und sorgte für einen großen Raumgewinn. Die Defense hielt die Crusaders anschließend mit einem Three-and-out vom Feld.
Doch erneut folgte ein Rückschlag: Ein langer Offense-Drive der SG endete wiederum mit einer Interception durch den Rüsselsheimer Safety, der den Ball erneut bis in die Endzone trug. Nach dem Zusatzpunkt stand es 8:22.
Bulls kämpfen sich zurück
Aufgeben kam für die SG nicht infrage. Ein Pass von Damon Richter auf Julius Mahr brachte mehr als 50 Yards Raumgewinn und führte die Bulls bis kurz vor die Rüsselsheimer Endzone. Die Belohnung folgte unmittelbar: Richter fand erneut Theo Wirtz zum Passing Touchdown.
Der Zusatzversuch auf Noah Pepper verfehlte sein Ziel knapp. Zur Halbzeit stand es 14:22 – und Rüsselsheim erhielt nach der Pause den Ball.
Doch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte setzte die SG ein Ausrufezeichen. Max Gonther fing einen Pass ab und sicherte seiner Mannschaft mit einer Interception den Ballbesitz.
Nun sollte auch das Laufspiel zunehmend zum Faktor werden. Moritz Fricke bekam als Runningback immer häufiger den Ball und half dabei, das Rungame der SG zu etablieren. Ein Lauf von Damon Richter in die Endzone wurde zunächst noch nicht anerkannt, da der Quarterback zuvor ins Aus gelaufen war.
Doch die Bulls waren jetzt heiß.
Richter übernahm Verantwortung, erlief selbst ein neues First Down und wurde erst wenige Yards vor der Endzone gestoppt. Kurz darauf machte er es selbst: Mit einem Lauf durch die Mitte erzielte er den Touchdown zum 20:22. Den anschließenden Zusatzversuch verwandelte Richter ebenfalls – 22:22.
Die SG war zurück im Spiel.
Auch die Defense legte noch einmal alles in die Waagschale. Jason Puschner setzte einen wichtigen Tackle gegen den Rüsselsheimer Runningback. Konstantin Stricker stoppte als Defensive Lineman den Quarterback und verhinderte ein neues First Down. Der Ball wechselte zurück in die Hände der SG.
Field Goal in letzter Sekunde
Die Bulls arbeiteten sich nun Stück für Stück in Richtung Rüsselsheimer Endzone. Die Uhr lief herunter und nur noch wenige Sekunden waren zu spielen.
Zum ersten Mal in diesem Spiel entschied sich die SG für ein Field Goal.
Der Kick wurde trotz einer Berührung nicht entscheidend abgelenkt und fand seinen Weg zwischen die Stangen.
25:22!
Unter riesigem Jubel feierte die Mannschaft die Führung – und wenig später war der Sieg perfekt.
Die Punkte verteilten sich auf Theo Wirtz (12), Damon Richter (6), Lukas Ernst (3) und Moritz Fricke (2).
Doch viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. Im Anschluss wartete mit den Darmstadt Diamonds der Gastgeber und die zweite Partie des Tages.
Dass das intensive Spiel gegen Rüsselsheim Spuren hinterlassen hatte, war der SG anzumerken. Nach knapp zwei Stunden Gesamtpielzeit fehlten zunehmend die Kräfte. Die wenigen Fehler der SG bestraften die Diamonds konsequent und konnten die Partie schließlich mit 16:0 für sich entscheiden.
Am Ende des Tages spielte dieses Ergebnis jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Denn die entscheidende Nachricht stand bereits fest:
Die SG aus Wetterau Bulls und Fulda Saints ist Meister der U16-Jugendlandesliga!
„Die Meisterschaft ist der verdiente Lohn“
Das Trainerteam zeigte sich nach dem letzten Spieltag entsprechend stolz auf seine Mannschaft:
„Sieben Siege und nur eine Niederlage zeigen, was für ein tolles Team wir haben. Heute war es besonders schwer: einige Ausfälle, Spieler auf neuen Positionen und eine zerfahrene Partie gegen Rüsselsheim mit einem knappen Erfolg. Am Ende ist uns nach fast 3,5 Stunden Spielzeit die Luft ausgegangen und Darmstadt hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt.“
Trotz der Niederlage im zweiten Spiel überwog die Freude:
„Wir können unserem Team aber nur ein Kompliment machen. Der Einsatz hat heute gestimmt und die Kinder sind füreinander eingestanden und haben alles aus sich herausgeholt. Die Meisterschaft ist der verdiente Lohn.“
Damit endet eine außergewöhnliche Saison für die U16 der Wetterau Bulls und Fulda Saints. Sieben Siege, nur eine Niederlage und ein Team, das auch angesichts zahlreicher Ausfälle zusammenstand und füreinander kämpfte.
Und genau deshalb hieß es nach dem letzten Spiel in Darmstadt nur noch:
Lasst die Feier beginnen – die U16 der Wetterau Bulls und Fulda Saints ist Meister!