Für die Wetterau Bulls ging es nach den zwei knappen Niederlagen in den Spitzenspielen gegen die Fulda Saints zum Auswärtsspiel nach Pirmasens. Nach dem Hinspielerfolg von 40:8 waren die Bulls auf die weiteste Auswärtsfahrt der Saison aufgebrochen, um den Erfolg zu wiederholen. Nach 48 Spielminuten mussten sich die Wölfersheimer aber dem Heimteam mit 7:26 (0:6/0:8/7:0/0:12) geschlagen geben.

Das durch zahlreiche Ausfälle gehandicapte Team der Bulls musste bereits nach wenigen Minuten die 6:0 Führung der Praetorians hinnehmen. Ein Run in die Endzone der Bulls bedeutete die Führung. Der Zusatzversuch konnte durch die Bulls verhindert werden. Das Spiel war im weiteren Verlauf durch viele Flaggen und Strafen des Schiedsrichter Teams gekennzeichnet. Die Bulls, zeigten in der ersten Halbzeit zu selten, was sie in den letzten Spielen so stark gemacht hatte. Ein Fieldgoaldversuch Ende des ersten Viertels misslang, statt mit 6:3 ging es weiterhin mit sechs Punkten Abstand in das folgende Viertel. Hier zeigte sich abermals das Manko der Bulls. Der Umgang mit den sich bietenden Möglichkeiten, um Punkte zu erzielen, glich einer Verschwendungssucht. In der ersten Halbzeit ließen die Bulls gleich mehrere Punktversuche aus aussichtsreicher Position liegen. Pirmasens wusste diese Geschenke anzunehmen und erzielte ihrerseits mit einem Quarterback Sneak und einer anschließenden Two-Point Conversion die 14:0 Halbzeitführung.

Dass der 14:0 Halbzeitstand nicht die wahren Kräfteverhältnisse zeigen sollte, machten die Bulls nach der Halbzeit klar. Nun spielten die Wölfersheimer auch in der Offense konsequent ihr Spiel. Nach einem eroberten Ballgewinn durch Cornerback Dominik Sommer, gelang es der Bulls Offense die ersten Bulls Punkte auf die Punktetafel zu bringen. Ein Pass von Florian Bode auf Tight End, Axel Müller-Labehs aus Nidda, der drei Viertel sowohl Offense als auch Defense spielte, fand sein Ziel. Dieser trug ihn wenige Meter weiter in die Endzone zum 14:6 Anschluss. Der Extrapunkt durch Lukas Klimek gelang, sodass es 14:7 stand.

Es entwickelte sich nun eine sehr hart umkämpfte zweite Halbzeit, die auf Messer Schneide stand. Ein starker Auftritt der Bulls Defense, aus der Linebacker Daniel George und Defense End Sascha Van Stehen herausstachen, brachte die Wetterau Bulls in eine gute Ausgangslage, um die Partie drehen zu können. Ein Drive der Bulls brachte die Offense bis fünf Yards an die Endzone der Praetorians. Die Bulls schafften es aber nicht den finalen Weg in die Endzone zu finden. Der durch keinen Touchdown abgeschlossene Drive schien Wirkung hinterlassen zu haben. Die letzten zwei Touchdowns des Tages sollten dem Heimteam gehören, die im vierten Viertel das Risiko der Bulls mit dem 20:7 und 26:7 bestraften. Die abschließende Two-Point Conversion verhinderte Pascal Turke mit einem beherzten Sprung, sodass es beim 26:7 Endstand blieb.

Carlton Earl Fritsche, Defense Coordinator der Bulls, der am Wochenende den im Urlaub weilenden Heachcoach Kevin Richter vertrat, zeigte sich enttäuscht über die Leistung seines Teams: „Wir haben heute zu viele Fehler, vor allem in den Special Teams gemacht, die uns schlussendlich um einen Erfolg gebracht haben. Zuviele Strafen taten ihr Übriges. Pirmasens hat jede kleine Unachtsamkeit von uns ausgenutzt und bestraft. Für die nächsten zwei Wochen bis zum letzten Heimspiel werden wir nun daran arbeiten, dass wir in den letzten zwei Saisonspielen als Sieger vom Platz gehen werden.“

Für die Bulls geht es nun am 18.08 ab 15 Uhr im letzten Heimspiel in Södel gegen die Moseltal Valley Tigers in Södel darum, Wiedergutmachung zu betreiben.

#1 TE Axel Müller-Labehs gelingt der einzige Touchdown für die Bulls in diesem Spiel.
Foto: Daniel Schmidt