Für die Wetterau Bulls ging es in ihrem zweiten Saisonspiel in der Landesliga zu den Hanau Ravens. Das ewig junge Duell endete in Klein-Auheim aus Sicht der Bulls 3:9 (0:2/0:7/0:0/3:0). Wie auch bereits im Spiel vor zwei Wochen gegen die Nauheim Wildboys wäre für die Mannschaft aus Wölfersheim einiges mehr möglich gewesen. Allerdings fehlt auf den letzten Metern der entscheidende Punch um den Spielstand zu Gunsten der Bulls zu drehen.

Die Hanauer eröffneten das Spiel in Klein-Auheim mit dem Kickoff. Daraus resultierte auch gleich der erste Score des Spieles. Aufgrund einer Strafe beim Return und im anschließenden Spielzug, begann die Offense ihren zweiten Versuch des Eröffnungsdrives einen Yard vor der eigenen Endzone. Der aufmerksamen Defense der Ravens, sollte es gelingen den Ballträger der Bulls in der Endzone zu Boden zu bringen und durch einen Safety die 2:0 Führung zu erzielen.

Dass auch mit der Bulls Defense zu rechnen war, zeigte Kilian Lipp, Safety aus Nidda wenige Sekunden später. Einen Ball der Hanauer Quarterbacks fing er ab und trug ihn weit bis in die Hanauer Spielhälfte. Die erste Chance Punkte zu erzielen, ergab sich drei Versuche später durch ein Fieldgoal durch Lukas Klimek. Dieses verfehlte sein Ziel nur minimal und so blieb es beim 0:2. Bei diesem Fieldgoalversuch verletzte sich ein Hanauer unglücklich und musste behandelt werden, sodass es zu einer längeren Verletzungsunterbrechung kam. Nach der Verletzungsunterbrechung verlief das Spiel sehr zerfahren. Das letzte Play kurz vor der Halbzeit nutzen dann allerdings die Hanauer um den Wetterauern eine Hypothek für die zweite Halbzeit mitzugeben. Eine Unaufmerksamkeit der Bulls und ein Lauf die wenigen verbliebenen Meter in die Endzone der Wetterauer bedeutete die nächsten Punkte für Hanau. Mit dem anschließenden Zusatzpunkt erhöhten die Hanauer 13 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auf 0:9.

Die Halbzeitansprache durch Head Coach Kevin Richter und Defense Coach Carlton Earl Fritsche schien gewirkt zu haben. Die Bulls Defense, bei der Daniel George und Tim Köhler beides Linebacker der Bulls, herausragten, zeigte wie auch die Bulls Offense in der zweiten Halbzeit nun ein engagiertes und hochkonzentriertes Spiel.

Die Offense kam im dritten Viertel immer besser ins Rollen. Nachdem Joshua Ulrich, Receiver aus Friedberg, den Ball nach 15 Yards fing, sollte ein Runspielzug der Bulls für weiteren schnellen Raumgewinn sorgen. Sören Grieger trug den Ball bis 3 Meter vor die Endzone der Ravens und wurde gerade noch von der Hanauer Defense gestoppt. Dieser Spielzug sollte allerdings eine Verletzung des Wetterauer Runningbacks nach sich ziehen, die die Offense der Bulls kurz handicapen sollte. In dem folgenden Drive sollte kein Raumgewinn mehr dazu kommen, sodass der vierte Versuch als Fieldgoal ausgespielt wurde. Der Snap konnte durch den Holder nicht akkurat zum Kick gestellt werden, sodass das Fieldgoal misslang. Statt sechs möglichen Punkten durch einen Touchdown oder drei durch das Fieldgoal blieb das Scoreboard auf Seiten der Bulls leer.

Das Team aus der Wetterau war aber weiter am Drücker und kurz und knapp davor den Spielstand zu drehen. Ein recoverter Punt durch Cornerback Dominik Sommer sorgte weiter für Betrieb in der Offense, die nun das Momentum für sich nutzen wollten. Die durch Quarterback Florian Bode angeführte Offense, sollte am heutigen Tag allerdings nicht das nötige Spielglück besitzen, da die Ravens in den entscheidenden Situationen immer wieder eine Hand an den Ball oder Spieler bekommen sollten. So sollten keine weiteren Punkte mehr im dritten Viertel erzielt werden.

Im vierten Viertel sollte es nun noch einmal richtig spannend werden. Kicker Lukas Klimek traf sein erstes Fieldgoal und verkürzte aus über 45 Yards den Spielstand auf 3:9. Auch im nächsten Spielzug sollte der Kicker der Bulls im Vordergrund stehen. Klimek trat seinen zweiten Onsidekick der Kariere. Tim Köhler konnte den Ball recovern und erlangte so das Angriffsrecht für die Wetterau Bulls zurück.

In den nun noch vorhandenen letzten zwei Spielminuten versuchten die Bulls noch einmal alles, um in die Endzone der Ravens zu gelangen. Durch eine Passserie, die nur knapp die Receiver der Bulls verfehlte, versuchte man den einen Lucky Punch zu setzen um noch als Sieger vom Feld zu gehen. Die Hanau Ravens schafften es aber diese Plays zu Nichte zu machen und machten so die Niederlage der Bulls perfekt.

Kevin Richter, Headcoach der Bulls, zeigte sich trotz des schwachen Starts mit dem Spiel und der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben gezeigt was in uns steckt und was mit einer konzentrierten Leistung alles möglich ist. Vor allem in der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Zwar konnten wir nur ein Fieldgoal erzielen, allerdings hatten wir den Sieg dreimal in der Hand, sodass diese Niederlage umso ärgerlicher ist. In den nächsten Wochen heißt es im Training noch einmal hart arbeiten, damit wir gegen Pirmasens in vier Wochen unseren ersten Sieg daheim behalten können.“

Bulls Reciever mit der #11 Axel Müller-Labehs aus Nidda gab alles, leider reichte es nicht für einen Touchdown
Foto: Teresa Nguyen